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Horch was kommt von draußen rein – WAHLKAMPF?

dscn3410Es ist ja schon ein leidige Thema dieser Tage, eigentlich liest man es immer und überall: irgendwie will der Bundestagswahlkampf nicht so richtig in Schwung kommen. Immer häufiger wird (Noch-)Kanzlerin Merkel in der Presse, sagen wir, gerügt dafür, dass sie diesen Wahlkampf scheinbar aussitzen will wie Kohl einst die CDU Spenden Affäre.  Nur das gemeine Wahlvolk scheint sich nicht sonderlich zu scheren. Statt wie früher keine scheint man nun “Gar keine Experimente” zu wollen.

Doch sind die WählerInnen wirklich derart desillusioniert, dass sie wirklich glauben alles könnte nur schlechter werden sollte sich irgendetwas ändern? Das ist doch freilich kaum denkbar.  Wir in NRW können ja immerhin noch anführen am 30. August noch wichtige Kommunalwahlen zu haben, im Saarland, Sachsen und Thüringen werden am selben Tag die Landesparlamente bestimmt. Doch was ändert das? Erstens haben wir noch 12 weitere Bundesländer und außerdem sollten die BundespolitikerInnen nichtsdestotrotz eifrig Wahlkampf machen.

Und zumindest unsere tun das ja auch seit Wochen – doch anstatt wohlwollend oder wenigstens neutral davon zu berichten werden gerade Steinmeiers Bemühungen umso öfter ins lächerliche gezogen. Man verstehe mich nicht falsch: ich möchte jetzt keinesfalls groß in Mediendresche aufgehen, aber das die Presse anscheinend einerseits quasi vorraussetzt, dass von allen kein Wahlkampf geführt werden dürfe und andererseits immer und überall das große Fehlen des “DRAMAS” in den Ausseinandersetzungen vermisst ist doch sehr verwunderlich. (Gleichzeitig wird geflissentlich, dass wackere Reden halten politischen Hofstaats aller Colouer und der unermüdliche Wahlkampf der Basis vor Ort ignoriert.) Pathologisch ist inzwischen, dass immer wieder geschrieben wird, die SPD solle die CDU zum Wahlkampf zwingen, anstatt diese direkt aufzufordern gefälligst welchen zu machen.

Man kann nur hoffen nun mit dem Ende der Sommerferien auch ein Ende der Hitzelethargie erwarten zu können. Natürlich will ich am Liebsten bissigen, konfrontativen und lauten Wahlkampf. Natürlich müsste sich dafür auch unsere Mutterpartei, gerade in Beziehung zum vergangenen Regierungshandeln, kräftig an die Nase packen. Selbstverständlich ist das schwierig – aber mal ganz im Ernst es ist doch tausendmal besser als sich in 4 Wochen noch mit fahrbaren Untersätzen und irgendwelchen, angeblich skandalösen, “Merkel ist dies und das egal”-Sätzen auseinander zu setzen. Oder?

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