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Integration durch Werbekampagne?

Plakat der Kampagne

Plakat der Kampagne

Die NRW-Landesregierung hat eine bis zum Jahresende andauernde Werbekampagne für die Einbürgerung gestartet. Der schöne Titel lautet “Nordrhein-Westfalen: Hier sind wir zuhause”. Mit 500 Großflächenplakaten und 50 Veranstaltungen in 10 Städten soll für mehr Einbürgerung gesorgt werden. In den Städten Aachen, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf,Gelsenkirchen, Herne, Köln, Remscheid und Wuppertal wird nun versucht durch Werbung mehr Einbürgerungen zu schaffen, denn im letzten Jahr wurden insgesamt 6.000 Menschen weniger eingebürgert als noch 2007 (32.000).

An dem Integrationstest liegt der Rückgang der Einbürgerung nach Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW, nicht. Denn schließlich hätten diesen Test ja 98% der TeilnehmerInnen bestanden. Auch sei die Einbürgerung ein wichtiger Schritt im Integrationsprozess.

Es ist schon spannend, welches falsche Bild von CDU und FDP hinter dieser Kampagne steckt. Test und Kurse schrecken nicht ab, weil sie 98% der TeilnehmerInnen bestehen. Dass damit ein enormer Zeitaufwand verbunden ist und Prüfungen immer abschrecken, wird komplett ausgeblendet. Ebenso wird getan, als ob eine Einbürgerung das Mittel der Integration ist. Dass der Pass den meisten Menschen ziemlich egal ist, wenn es um Diskriminierung geht, dürfte eigentlich allgemein bekannt sein. Diskriminierung gibt es auf Grund des Namens und des Aussehens. Das ist eine Diskriminierung, die tausende Menschen in diesem Land tagtäglich erleben: Egal ob sie Deutsche mit Migrationshintergrund sind, oder aber eben noch Ausländer.

Hier muss die Landesregierung ansetzen. Eine Kampagne gegen Diskriminierung wäre sinnvoller und auf Dauer wirksamer als eine zur Einbürgerung.

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Pascal Szewczyk kommentiert am Di 13.10.2009 18:02:

Kleine Anekdote:

Meine Halbschwester Aylin, als türkische Staatsbürgerin in Deutschland geboren ist seit 1,5 damit beschäftigt, den deutschen Pass zu beantrangen…

Die ist jetzt weder türkische Fundamentalistin noch eine “gute” Deutsche… die möchte ihr Leben auch nicht komplizierter gestalten als notwendig… dabei ist ihr der Zettel in der Hose im Grunde vollkommen Schnuppe.

Dafür rennt sie von Pontius zu Pilatus…

Einbürgerin, der Formale Akt, muss einfacher werden, da hilft auch keine Werbekampagne.

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