Das Familienministerium hat mehr Kompetenz verdient
Die Personalie Köhler zeigt die Geringschätzung des Frauen- und Familienministeriums seitens der CDU. Eine fachfremde Person aus reinem innerparteilichen Proporz auf einen Posten zu setzen, ist eine Spezialität der Kanzlerin – und nicht immer erfolgreich wie das Scheitern des Koch-Intimus Jung zeigt.
Wie bereits unter von der Leyen wird keine Frauenpolitik stattfinden. Die neue Frauenministerin hält nämlich Feminismus für Teufelszeug und will folgerichtig mehr für Jungen und Männer tun. Gerne darf das Ministerium gute Jungenarbeit unterstützen, die tradierte Geschlechterrollen aufbricht und junge Männer für andere Berufe und Lebensmodelle begeistert. Nur leider versteht Frau Köhler unter verstärktem “Männereinsatz” nur die Verbesserung von Beruf und Familie, in dem Sinne, dass alles beim Alten bleiben soll: Für Väter der Job, für Mütter das Betreuungsgeld. – Dies ist klassische Familienpolitik – da war Frau von der Leyen weiter.


Mo, 30.11.2009
0 Kommentare