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for designVeith Lemmen for designDo, 18.02.2010
Abgelegt in: Allgemein

CDU: Da gibt es doch dieses “Internetz”?

Sie kennen das Geschäft. Sie sind mit allen Wassern gewaschen. Sie sind Vollprofis. Sie sind…absolut überfordert wenn sich ein Internetbrowser öffnet. Alteingesessene und gestandene PolitikerInnen aller Parteien haben ein fraktionsübergreifendes Problem, weil sie das Internet nur als ausgedruckte Papiersammlung kennen.

Traurig. ABER, ich finde die Tatsache grundsätzlich erstmal nicht schlimm, die Technik entwickelt sich eben schneller, als manche Menschen Schritt halten können. Ich hab das selbst erlebt bei meiner Mutter und meiner Oma, die noch die Entwicklung des Fernsehens miterlebt haben, was man sicher auch in Rechnung stellen muss. Denen – also meiner family – Handys und PCs näher zu bringen, das war Arbeit. Aber letztlich haben sie es begriffen und bewegen sich nun selbst mit zunehmender Sicherheit im Netz. Da heißt es auch für PolitikerInnen sich das selbst einzugestehen und zu lernen, lernen, lernen – eben so lange, bis man das versteht. Man kann das auch lassen, ja sogar das steht einem frei. Man wird dann unter Umständen ineffektiver arbeiten oder so, aber ok. Nur sollte man dann tunlichst von einem die Finger lassen:  Gesetze zum Thema verabschieden bei beeindruckender Ahnungslosigkeit.

Hier hat auch die SPD bei den Netzsperren überhastet reagiert und sich vollkommen falsch verhalten, diese Meinung habe ich, haben aber im Prinzip auch fast alle NRW Jusos von Anfang an vertreten. Inzwischen gibt es aber in der SPD einen Richtungswechsel, was dieses Thema anbelangt. Dieser ist, so meine ich, durchaus Ernst gemeint und fußt auf einem Lernprozess und nicht auf Opportunismus. Das belegt auch die innerparteiliche Diskussion (wie man hier, hier, hier und hier sieht). Ich kann nur inständig hoffen, dass diese Lehre die Verantwortlichen in der SPD auch zukünftig für  das Thema Netzpolitik sensibilisiert, aber ich bin da froher Hoffnung.

Als richtige DAUs (dümmster anzunehmender User) haben sich dahingegen einige Menschen in der CDU erwiesen, die Online-Auftritte der Partei schaffen. FeFes Blog fragt: “Hey, ihr, kennt ihr schon den CDU-Kreisverband Musterstadt? Nicht? Google schon, sogar mehrere. So ist das eben, wenn Internetausdrucker Templates ausfüllen sollen :-)

Offenbar waren da ein paar Kreisverbände zu doof ein Formular richtig auszufüllen, naja kann passieren…nicht. Aber eins muss man diesem Kreisverband Musterstadt lassen: Auf seiner Homepage hat er mit Abstand die erträglichsten Inhalte, die ich seit langem bei der CDU gesehen habe.

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