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Studie beweist: MigrantInnen werden diskriminiert

Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) der Universität Konstanz hat es mal getestet: Sie haben fast gleiche Bewerbungen nur mit unterschiedlichen Namen an Unternehmen geschickt. Fatih Yildiz und Tobias Hartmann waren zwei fiktive Personen. Beide Anfang 20 und sie studieren im zweiten Jahr Wirtschaftswissenschaften. Schulzeugnisse und Uni-Leistungen sind super: Fast nur Einsen und ein paar Zweien. Beide sind in Deutschland geboren und aufgewachsen und haben einen deutschen Pass. Deutsch ist bei beiden die Muttersprache.

Die Erfolge für ein Praktikumsplatz sind aber dennoch deutlich unterschiedlich. Die Antworten auf Tobias Bewerbung waren eher postiv als die Antworten für Fatih. In kleinen Unternehmen hatte Tobias 24% mehr positive Rückmeldungen als Fatih. Wären die Noten bei beiden schlechter gewesen, wäre die Diskriminierung wohl noch deutlicher ausgefallen, vermuten die Wissenschaftler.

Da wundert es wenig, dass 40% der deutschtürkischen AkademikerInnen und Studierende planen in das Land ihrer Eltern auszuwandern. Dort sind sie stark umworben, während sie hier diskriminiert werden. Dies zeigt auch, dass das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) bisher nur schlecht umgesetzt wird. Die Frage ist auch: Schafft ein Gesetz das Denken im Kopf zu überwinden? Oder wären in dem Fall anonymisierte Bewerbungen, also ohne Foto und Namen, besser?

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Carsten Otto kommentiert am Di 09.02.2010 11:28:

Da können die Deutschen mit Migrationshintergrund noch so sehr versuchen sich zu integrieren. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir (also die Gesellschaft in der wir leben) sie gar nicht integrieren wollen. Warum sollte ein Fathi da schlechter sein als ein Klaus?!? Mir fällt nichts ein. Aber auch das haben die aktuellen Regierungsmitglieder noch nicht erkannt.
Folgendes aus einem Spiegelbericht von Januar 2009:
“Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), zuständig für die Ausländerpolitik, ist denn auch überzeugt, dass die großen Integrationsprobleme bald gelöst sein werden: “Warten Sie einfach noch einmal vier Jahre CDU-geführte Regierung ab.”

Also abwarten und Tee trinken?! Nein! Wir müssen endlich anfangen! Durch Schäuble wird sich nichts ändern.
Vielleicht wäre ein Gesetzt wirklich der beste Ansatz etwas in dem Bereich zu bewegen. Oder eine Ausländerquote?!? Quote per Gesetzt so wie wir es auch in der Frauenförderung wollen. In jeden Vorstand, in jeden Aufsichtsrat: per Quote.

Kevin Schroer kommentiert am Di 09.02.2010 11:28:

Ich gebe dir 100 Protzen recht Carsten. Aber wie wir alle wissen, wird sich durch keinen (oder zumindest kaum einem) CDU-Politiker in Deutschland was ändern. Deren Bezeichnung bzw. Leitrichtung ‘Konservativ’ ist schon zu entnehmen, “Was früher gut war, kann heute doch nicht schlecht sein”.
Natürlich weiß ich, und auch fast jeder Juso, das so etwas reiner Blödsinn ist.

Also, lasst uns den Alteingesessenen CDU Politikern mit Ihrer Konservativen art mal kräftig in den allerwertesten treten, und ihnen zeigen, das was gemacht werden kann und vor allem muss.

Das mit der ‘Ausländerquote’ finde ich persönlich eine sehr gute Idee, nur sollte man sie dann Migrantenquote oder so ähnlich nennen. Das scheint der einzige Weg zu sein, den deutschen klar zumachen, das Fathi oder Ahmed ein genauso guter Kfz-Mechaniker sein kann, wie Klaus oder Dieter.

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