Archiv für April, 2010
Auch wenn es leichte Zeichen der Besserung gibt – noch immer sind junge Menschen die Leidtragenden der durch die Finanzkrise verursachten Konjunkturschwäche. Denn diese führt – auch und gerade im noch stark industriell geprägten NRW – zum einen zu deutlich weniger Ausbildungsplätzen als es BewerberInnen gibt, zum anderen werden viele nach ihrer Ausbildung nicht übernommen und sind dann arbeitslos.
Bis Ende März hatten die Betriebe in NRW rund 70.000 Ausbildungsplätze gemeldet. Das sind zwar rund 3.000 mehr als im Vorjahr. Angesichts knapp 100.000 jungen Menschen, die im selben Zeitraum einen Ausbildungsplatz suchten ist das aber noch immer deutlich zu wenig. Viele junge Ausbildungssuchende müssen deswegen ein oder mehrere Jahre in ‚Warteschleifen‘ verbringen – in der Hoffnung, danach einen geeigneten Ausbildungsplatz zu bekommen. Ein solcher Zustand ist nicht nur wirtschaftlich ineffizient, schließlich sind die Auszubildenden von heute die Fachkräfte von morgen, nach denen dann verzweifelt gesucht werden wird. Es zeigt auch, dass der Ausbildungsmarkt in der heutigen Form nicht in der Lage ist, allen jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Das ist aber nach unserer Meinung die Pflicht. Deshalb kämpfen wir Jusos mit der SPD für eine Ausbildungsplatzgarantie. Dazu halten wir Jusos die Einführung einer Umlage für ein geeignetes Mittel: Wer nicht genügend ausbildet, muss zahlen!
Neben dieser bedenklichen Situation für die Auszubildenden ist aber nach der Ausbildung mit den Sorgen noch nicht Schluss. Vielmehr stieg die Jugendarbeitslosigkeit innerhalb eines Monats um 7,4 Prozent auf immerhin rund 90.000 junge Menschen ohne Arbeitsplatz. Auch hier sind natürlich zuallererst die Betriebe gefragt: Es kann nicht sein, dass junge Menschen in ihrer Ausbildung als billige Arbeitskräfte genutzt werden und nach der Ausbildung auf die Straße gesetzt werden! Aber auch hier ist nach unserer Meinung die Politik gefragt. Und deshalb geht es am 9. Mai auch um die Frage, ob wir in einem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor mehr Arbeit schaffen und für diejenigen, die gerade keinen Job haben genügend Weiterbildungsangebote bereitstellen.
Anbei findet ihr ein weiteres Video mit Filmaufnahmen aus Ahaus. Gedreht wurde es von den Jusos Dortmund, gezeigt werden viele Jusos aus ganz NRW. Man munkelt übrigens, dass innerhalb des Verbandes noch weitere Videos zu Ahaus in der Mache sind. Ich bin gespannt!
Mit so viel Protest quer durch alle Milieus und Altersgruppen hatte die von der Atomwirtschaft gesponserte schwarz-gelbe Bundesregierung nicht gerechnet: Über 140000 Menschen demonstrierten friedlich gegen die Ankündigung von CDU und FDP, die Laufzeiten der altersschwachen Atomreaktoren zu verlängern und Atommüll in ungeeigneten Erdlöchern zu versenken.
Die BürgerInnen Nordrhein-Westfalens können das Vorhaben am 9. Mai noch zu Fall bringen, indem sie die umwelt- und naturschutzfeindliche Landesregierung abwählen und den rot-grünen Plänen für mehr Bürgerbeteiligung, höhere Umweltstandards und eine Reduzierung der Eingriffe in die Natur und die Umwelt zum Durchbruch verhelfen.
Über den Bundesrat wird Rot-Grün gegen Laufzeitverlängerungen und eine weitere Atommüllproduktion stimmen. Rot-Grün wird ebenfalls für eine wissenschaftlich unabhängige Suche nach geeigneten Endlagern eintreten.
Wer schwarz-gelb wählt, wählt auch schwarz-gelben Atommüll
Ein Gastbeitrag von Kai Niebert
Die Regierungen Rüttgers und Merkel betreiben eine Wirtschaftspolitik, die an Zukunfts- und Kinderfeindlichkeit kaum zu überbieten ist. Kürzungen im Solarbereich, gesetzeswidrige Baugenehmigungen für Kohlekraftwerke und Geschenke an die Atomindustrie zementieren Strukturen von gestern statt ein nachhaltiges Deutschland zu entwerfen.
Dabei sind es besonders die heute jungen, oft noch nicht einmal wahlberechtigten Menschen, die unter dem Regieren auf Kosten der Zukunft leiden. Die fossil-atomare Energieversorgung wird Kindern nicht nur eine schwere Zukunft bereiten. Sie tötet sie. Schon heute.
Der Klimawandel gefährdet Kinder in der Welt – und in Deutschland.
Das bisherige Nicht-Engagement fortschreibend, werden im Jahr 2100 zwischen 165.000 und 250.000 Kinder mehr sterben als in einer Welt ohne Klimawandel. Sicher, in erster Linie werden versiegende Trinkwasserquellen und Ernteeinbußen aufgrund von Dürreperioden die Kinder in Bangladesh, der Subsahara und Zentralafrika treffen.
weiter…
In Bonn strahlt die Sonne heute, also optimales Wetter für das zweite Brunenfest am Brüser Berg. Der SPD OV hat aufgebaut und die Jusos verdoppeln mal eben mit dem Juso-Mobil die Größe des Festes. Vor allem für die Kinder ist viel dabei. Wie immer das Atomfass zum Beispiel.


Mo, 26.04.2010
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