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Feminismus ist für alle da!
Wie stellt sich wohl einE ChauvinistIn einen Feminismuskongress vor?
Lauter unfrisierte Frauen in lila Latzhosen, die sich gegenseitig gegen die Männer aufbringen?
DieseR ChauvinistIn kennt die neuen FeministInnen nicht! Beim Feminismuskongress der Jusos in Frankfurt war am Wochenende keine einzige Latzhose zu sehen. Und – oh ja – es waren Männer da. Diese waren zwar in der Minderheit, aber dass sie da waren, zeigt eines: Emanzipation ist schon lange keine “Frauensache” mehr. Kein Kampf der Geschlechter um den größten Teil der Macht. Kein verbissener Krieg von frustrierten Frauen gegen eine männlich dominierte Welt. Feminismus will individuelle Freiheit fern von Rollenerwartungen, die in unserer Gesellschaft in erster Linie anhand des biologischen Geschlechtes festgelegt werden. Und Freiheit tut auch den Männern gut. Die Freiheit etwa, ein Kind zu erziehen, die Freiheit, kein durchgestylter, harter Kerl sein zu müssen, die Freiheit, einen Mann zu lieben.
Ob mit oder ohne Latzhose – Feminismus wird nicht gerade als chic empfunden, weil er unbequem ist, weil er festgefahrene Muster in unseren Köpfen angreift, weil er ins Private geht. Aber genau dort wird er allen guttun. Probiert es mal aus!

Schlagworte: Emanzipation, Feminismus, Gleichberechtigung
Ja, Freiheit tut auch den Männern gut! Habe meinem Freund unlängst das Buch “Die Söhne Egalias” von Peter Redvoort geschenkt, wo genau das “von Mann zu Mann” erklärt wird …
Thorsten
Christian kommentiert am Di 26.10.2010 10:09:Die Ideen des Feminismus sind ja inzwischen selbst teilweise festgefahren und werden wiederum durch Forschungen aus der Biologie angegriffen. Butler zB und die Queer Theorie passen wohl kaum zur Evolutionsbiologie und der sexuellen Selektion, da diese vererbbare Attraktivitätsmerkmale voraussetzt.
Und Freud, auf den sich Butler beruft ist ja auch nicht gerade sehr aktuell.
Ein moderner Feminismus muss erst einmal einiges an verkrusteten Ideen über Bord werfen.


Di, 26.10.2010
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