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Archiv für Oktober, 2010

for designAdmin for designSo, 03.10.2010

In den letzten drei Tagen hat sich unsere Israeldelegation intensiv in den Nahostkonflikt eingearbeitet und mit GesprächspartnerInnen den Konflikt von verschiedenen Seiten beleuchtet. Heute Morgen brachen wir nach Hebron auf, eine Stadt im palästinensischen Autonomiegebiet, die regelmäßig in den Schlagzeilen ist. 500 Hardcore-Siedler leben inmitten von 150000 Palästinensern und werden von etwa 1000 SoldatInnen abgeschirmt. Wir waren uns im Urteil einig: Hebron ist eine unnötige Provokation und in Kombination mit der gesamten israelischen Siedlungspolitik ein schwerer Ballast für Friedensverhandlungen. Abends besprachen wir mit Mitgliedern unserer Partnerorganisation Meretz die Siedlungspolitik und Auswege aus der verfahrenen politischen Situation.

Der bewegende lange Tag ging mit einem Vortrag eines Vertreters der Organisation “Breaking the silence” zu Ende.  Diese Organisation besteht aus ehemaligen SoldatInnen, die sich dafür einsetzen, die Schattenseiten israelischer Militäreinsätze in der Gesellschaft bekannt zu machen.

for designAdmin for designSa, 02.10.2010

Gestern trafen wir erstmals die Mitglieder der Shabibeh (Fatah youth movement). Dazu fuhren wir nach Ramallah, denn zum einen wohnen und leben viele palästinensische StudentInnen in dieser Großstadt, die auch Verwaltungszentrale der Autonomiebehörde ist, und zum anderen dürfen viele unserer Gesprächspartner nicht nach Jerusalem reisen.
Wir waren überrascht von der Aufgeschlossenheit, nahmen aber auch viel Verbitterung wahr.
Dank des Intensivvortrages in der FES am Vormittag über die politische Situation im Westjordanland, waren wir auch gut gerüstet für das abendliche lange Gespräch mit den “Nachwuchspolitikern”.

Heute konnten wir mit einem Vertreter der Fatah sprechen, den Campus der Birzeit Universität besichtigen und mit VertreterInnen des Jugendparlaments zusammen kommen, bevor es zurück nach Jerusalem ging.

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