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JMStV gestoppt! Die Baustelle heißt jetzt Medienkompetenz…

Sehen und gesehen werden. Bei Facebook gilt das Motto jetzt mehr denn je!

Wer hätte das gedacht? Vor einem Monat musste ich mich noch neu motivieren, weiter zu machen und meine Landtagsabgeordneten davon zu überzeugen, dass die Novelle nix taugt. Ganz ehrlich, zuletzt hab ich nicht mehr wirklich dran geglaubt, die Chance war zu klein, aber jetzt liegt die Novelle in der Tonne und ich weiß, dass sich kämpfen lohen kann. Auch in der – sagen wir mal – eher trägen SPD.

Dieser Erfolg ist nicht nur einer für die Jusos, die sich in ihrer Mutterpartei durchsetzen konnten. Auch hat es die SPD durch die Entscheidung gegen die Novelle vermieden, schon wieder ins netzpolitische Fettnäpfchen zu treten und ein schädliches Gesetz zu verabschieden. Ich kann nur hoffen, dass das der Beginn einer endgültigen Neuausrichtung der SPD-Netzpolitik ist.

Während wir uns über die Verhinderung der JMStV-Novelle freuen können, haut facebook den nächsten Klops raus. Die Erkennung von hochgeladenen Bildern soll künftig automatisch erfolgen- zumindest erstmal in den USA, später auch in Deutschland. Alle Gesichter, die erkannt werden, werden also in Zukunft automatisch  mit einem Namen verbunden. Verhindern kann das der/die einzelen Facebook NutzerIn durch die entsprechende Einstellung in den Datenschutz-Optionen des Sozialen Netzwerkes.

Nicht erst jetzt sollte sich jedeR einzelne wirklich richtig gut überlegen, welche Fotos ins Netz geladen werden sollten. Eigentlich müssten alle auf den Bildern zu erkennenden Personen erstmal nach ihrem Einverständnis gefragt werden. Oder alle Facebook-Mitglieder deaktivieren einfach die automatische Gesichtserkennung. Oder man kehrt facebook den Rücken…

Dieses Beispiel zeigt wunderbar, dass das einfache Sperren von Seiten für Kinder und Jugendliche das Netz noch lange nicht sicher macht. Es braucht viel mehr – vor allem Aufklärung und Bildung – statt Sperren und Wegschauen.

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