Größtmöglicher Atomarer Unfall
Es ist der 11. März 2011, ein Tag, den die Menschen in Japan nicht mehr vergessen werden und weltweit für Erschütterung sorgt. Gegen 14: 46 Uhr Ortszeit erschüttert ein Beben der Stärke 9,0 das Land im Pazifik, das fünftstärkste seit Beginn der Erdbebenaufzeichnung. Kurze Zeit später rast ein Tsunami auf die Küste Japans zu und zerstört weite Landstriche, reißt ganze Häuser mit sich und hinterlässt tausende Tote. Doch als sei Japan mit dieser Naturgewalt noch nicht hart genug getroffen, ereilt die Welt bald die Schreckensmeldung, in der Küstenstadt Fukushima sei es zu einer Reaktorexplosion im dortigen AKW gekommen.
Im Minutentakt erreichen uns nun neue Meldungen über die sich anbahnende Katastrophe, bei der die Welt beinahe live zuschauen kann.
Das Unglück stellt eine Zäsur in der Geschichte der Atompolitik dar, denn es zeigt, dass selbst ein Land wie Japan, mit höchsten Sicherheitsstandards, nicht vor einer unkontrollierbaren Kettenreaktion geschützt ist. Während die Welt auf Fukushima blickt und der Opfer des Bebens und des Tsunamis gedenkt, kann man nur hoffen, dass den betroffenen Japanern und Japanerinnen ein weiteres Unglück erspart bleibt.
Doch umso wichtiger ist es nun, dass die Weltpolitik die notwendigen Konsequenzen aus den Ereignissen zieht und anstatt leerer Beschwichtigungsversuche den Atomausstieg beschleunigt! Ist es da nicht erschreckend, ja beinahe grotesk, dass Länder wie Indien, China und Russland bereits über neue AKW diskutieren?
Mahatma Gandhi sagte einmal: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“ Muss sich denn, im Angesicht der drohenden Katastrophe, diese Aussage immer wieder für wahr erweisen? Müssen erneut 25 Jahre vergehen bevor etwas geschieht?
Während die schwarz-gelbe Regierung versucht, Zeit zu schinden und mit ihrem Moratorium eine reine Pseudopolitik vertritt um die anstehenden Landtagswahlen zu überstehen, muss sich die Antiatomkraftbewegung formieren und der Protest so laut werden, dass man ihn nicht mehr überhören kann!
Wir müssen unsere Stimme erheben und eintreten für eine nachhaltige Energiepolitik, Sicherheit und eine Welt, die sich auch in 100 Jahren noch bewohnen lässt!
Deswegen Atomausstieg – Jetzt!
von Marie Bachmann


Di, 15.03.2011
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