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for designFlorian Meyer for designSo, 05.06.2011
Abgelegt in: Allgemein, Media

Wie der „Vorwärts“ mir mein Frühstück versaute!

Der Vorwärts lag im Briefkasten. Später auf dem Küchentisch. Es dauerte, bis ich mich entschloss, beim Frühstück einen Blick zu wagen. Das Thema „Gesundheitspolitik“ reizte mich. Lustlos wollte ich mir fix einen Überblick verschaffen. Schon gewöhnt, dass diese blaue Werbung der „PKV“ auch in diesem Monat wieder Eingang gefunden hat, nahm ich sie kaum war. Es ist schon zum Schmunzeln, dass der Verband Anzeigen im Vorwärts schaltet und irgendwie dadurch eine Parteispende an jene politische Gruppe richtet, welche die PKV einschränken oder gar abschaffen will.

Aber beim Lesen der Juni- Ausgabe verging mir doch der Appetit auf mein Frühstück. In der Mitte der Seite prangte die Anzeige. „Vorbildlich: eine Krankenversicherung mit eingebauter Altersvorsorge.“ war der Headliner. Der Wahlslogan schließlich lautete „PKV- Die gesunde Versicherung.“ Wie schön, dass diese Anzeige regelrecht in einen Artikel eingebettet worden ist, der die Erfolgsgeschichte der Gesetzlichen Krankenversicherung und den maßgebenden Anteil der Sozialdemokratie daran bejubelt. Zu allem Überfluss wurde direkt darunter noch das Hamburger Programm zitiert: „Wir wollen keinen Zweiklassenmedizin“.

Es gibt eine ganze Reihe Möglichkeiten, was in der Redaktion bzw. beim Layout im Vorwärts geschehen sein könnte. Darüber zu spekulieren bleibt müßig. Am Ende steht immer die gleiche Frage: „Haben die den A**** offen?“ Mein Verständnis für diese Aktion ist sehr gering. Manchmal sollte man nachdenken, ob es der richtige Ort ist, die Anzeige genau dort zu veröffentlichen – wenn der Vorwärts denn überhaupt von der PKV gesponsert werden muss.

Referenz: Vorwärts, Ausgabe Juni 2011, Seite 9: “Ohne Sozis gäbe es sie nicht”

Thomas F. kommentiert am So 05.06.2011 22:16:

Tut mir leid – aber dass Anzeigenabteilung und Redaktion getrennt sind, gehört sich für jede gute Zeitung.

Daniel H kommentiert am So 05.06.2011 22:16:

@Thomas: Klar, aber irgendwer muss das ja layouten, oder? Und ein wenig Feingefühl – wenn schon nicht in der Anzeigenakquise – dann zumindest im Layout könnte man schon erwarten. So ein Blatt ist ja nichts, wo beide Seiten einfach was draufschmeißen und dann ist das da ;)

PS: Dass einige GenossInnen mit der Anzeigenwahl nicht ganz glücklich sind, zeigt sich ja in den regelmäßigen Leserbriefen.

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