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IUSY: C wie Zusammenhalt!

Nach den grausamen, niederträchtigen und unbegreiflichen Ereignissen in Norwegen hält der Schock darüber weiter an. Doch die Entschlossenheit und der Mut weiter für unsere Ziele zu kämpfen ist größer, als je zuvor. Dazu trägt auch das IUSY-Festival in Österreich bei. Die Überlegung “jetzt erst Recht” zu fahren, statt die Fahrt abzusagen scheint sich als richtig zu erweisen. Die Solidarität und der Zusammenhalt im Camp am Attersee sind unbeschreiblich!

Es fing schon in Dortmund an. Solidarisch und bewegend fand dort vor der Abfahrt der NRW-IUSY-Delegation am letzten Sonntag eine Gedenkveranstaltung statt (Zeitungsartikel), gemeinsam mit den Falken, die die Anregung gaben.

Dann ging es los, eine Nachtfahrt zum Attersee. Trauer und Unverständnis über die Tat mischten sich mit Spannung auf die Diskussion mit Genossinnen und Genossen aus aller Welt. Schon kurz vor dem Camp wurde mir persönlich dann klar, dass wir alle diesen Besuch des IUSY für unsere Zuversicht brauchen würden. Wir fuhren einfach nur an einem anderen Bus vorbei, darin französische SozialistInnen. Zum Gruß hoben beide Delegationen die Faust in die Luft. Ein Sinnbild, dass mich tief erfüllte. Wir sind hier, wir sind zusammen, wir lassen uns nicht unterkriegen.

Dann die stimmungsvolle Eröffnung, die zu einer pietätvollen Trauerfeier gewandelt wurde. Zu Bella Ciao wurde ein Meer von Kerzen im Gedenken an die Opfer in Norwegen entzündet. Es waren so viele Kerzen, dass sie es vermochten in ihrer Gesamtheit die Nacht zu erleuchten und die nahegelegenen Berge in eine Rauchwolke zu hüllen. Schließlich brachte die Internationale, gesungen gemeinsam gleichzeitig in allen Sprachen die Solidarität vollends zum Ausdruck.

Die folgenden Tage waren mutmachend. Gemeinsame Workshops, Diskussionen, Treffen mit anderen Delegationen, Einzelgespräche und auch mal ein Sprung in den See und ein gemütliches Zusammensein. Leider wurde die gemeinsame Aufarbeitung von den tragischen Ereignissen, aber auch die Weiterarbeit an wichtigen Themen und Werten immer wieder unterbrochen von der massiven Anwesenheit der Medien. Natürlich ist das Interesse am Camp in gewisser Weise nachvollziehbar, aber zwischenzeitlich war es doch recht schwer zu ertragen, dass die Delegation dauernd abgefilmt wurde. Natürlich ist es sehr wichtig, die Entscheidung sich nicht unterkriegen zu lassen auch öffentlich zu vertreten. Doch insgesamt wurde es im Camp erst am Mittwoch langsam wieder ruhiger, was alle sichtlich entspannte.

Insgesamt war die Entscheidung zum IUSY zu fahren bis hierhin also vollkommen richtig (leider musste ich aus Hausarbeitsgründen früher abreisen, was mich immer noch schmerzt, ich wünsche allen TeilnehmerInnen und natürlich erst Recht der NRW-Delegation alles Gute und eine gute Heimreise)! Und es bleibt unsere Aufgabe, auch im Sinne unserer norwegischen Schwesterorganisation AUF (“Today we are all AUF activists!”) weiterhin kraftvoll die gemeinsamen Werte Freiheit, Solidarität, Weltoffenheit, Toleranz, Gleichheit, Gerechtigkeit und viele mehr zu vertreten. Wir werden daran festhalten!

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