Ferien vorbei – Mobilität vorbei
Mal eben nach Oberhausen zum Olgas Rock, mal eben nach Duisburg zur Uni-Bib oder mal eben zur Anti-Nazi-Demo nach Dortmund – in den Ferien ist das mit dem Ferienticket NRW für SchülerInnen und Auszubildende alles kein Problem gewesen. Das Ticket ist mit 52€ mittlerweile zwar etwas teuer geworden, doch diese 52€ bedeuten eine 6-Wochen-Mobilitätsflatrate für SchülerInnen und Auszubildende die sie so nur in den Ferien bekommen. Traurig also, dass die Sommerferien jetzt wieder vorbei sind, denn nun könnte ein Demo-Besuch wieder teuer werden.
Da wird man schnell neidisch auf Studierende, für die Mobilität seit der Einführung des Semestertickets NRW schon lange kein Problem mehr ist. Sie brauchen sich keine Gedanken darüber machen, wie sie einen Besuch von FreundInnen in Köln finanzieren oder woher das Geld kommt um nach Bielefeld zu fahren. Fast schon freut man sich mehr aufs Studium wegen der damit verbundenen Mobilität, als wegen des Studiums an sich.
Viele SchülerInnen haben zwar Tickets für ihre Verkehrsverbünde, doch was nutzt es wenn man ein VGN-Ticket (Verkehrsgemeinschaft Niederrhein) hat mit dem man den Kreis Wesel und den Kreis Kleve bereisen kann, wenn dort zum einen der ÖPNV zum Teil soooo schlecht ausgebaut ist, dass man mit dem Auto nur die Hälfte der Zeit brauchen würde und zum anderen die meisten Veranstaltungen oder Shoppingziele im Ruhrgebiet, also im VRR, sind.
Es ergeben sich also zwei politische Forderungen aus dieser Mobilitäts-Misere:
1: Ein Sozial-Ticket für NRW, mit dem SchülerInnen, Auszubildende aber auch andere Einkommenschwache Gruppen dauerhaft preiswert mobil sein können.
2: Die Vereinigung der verschiedenen Verkehrsgebiete in NRW zu einem einzigen Tarifgebiet, sodass die Nutzung des ÖPNV für Einzelfahrten durchsichtiger und preiswerter wird.
Für die Juso-SchülerInnengruppe NRW: Beatrice van Berk
Schlagworte: Ferien, Mobilität, NRW, Schule
Tatsächlich sind wir da auf einer Linie. Die NRW Jusos fordern nämlich analog zu eurer Forderung ein NRW Mobil-Ticket analog zum NRW-Semesterticket. Das soll für SchülerInnen und Auszubildende gelten. Eine gute Sache, aber auch ein dickes Brett zu bohren. Da bleiben wir gemeinsam dran.


Di, 06.09.2011
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