Archiv für Oktober, 2011
Die Tage verbrachte ich wieder mehrere Schulstunden in einem der so genannten „Medienräume“ unserer Schule. „Medienräume“, dachte ich mir, „ Das sollten doch Räume sein, in denen aktiv die neuen Medien genutzt werden.“ Ich saß also da mitten im Deutschunterricht und brütete, wann wir denn das letzte Mal das so genannte Smartboard benutzt hatten. Nie!
Samartboards, dass sind digitale Tafeln. Die Tafelbilder von Smartboards können als PDF-Dateien gespeichert werden und den SchülerInnen nach dem Unterricht digital zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich haben sie auch eine integrierte Beamerfunktion, sodass man Filmchen und Präsentationen abspielen kann. Sie sind also eigentlich eine richtig tolle Sache für abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung. weiter…
In dieser Woche berichtet ein passenderweise piratenorangenes Nachrichtenmagazin über Frauenmangel und Quotenstreit in der Piratenpartei. Kurz dargestellt geht die Geschichte so: Die Piraten haben kaum Frauen in ihren Reihen (Wie wenige es genau sind, ist unklar, da die Piraten nicht zählen wollen). Ein Problem wollen führende Funktionäre (und auch die wenigen führenden Funktionärinnen) darin aber nicht erkennen. Weil nun ein Piraten-Mitglied Gleichstellungspolitik wollte, kam es in der Partei zu einer heftigen Auseinandersetzung um die Legitimität der bekannten gleichstellungspolitischen Instrumente, allen voran die Quote. Was in anderen Parteien (inzwischen sogar in der CSU!) üblich ist, lehnen die Piraten ab.
Die Begründung: Man verstehe sich als “Post-Gender”, das Geschlecht ist keine Kategorie, es zähle der Mensch als Individuum, deshalb existiere kein Frauenmangel und man brauche auch keine Gleichstellungspolitik. Damit habe man als einzige Partei ein modernes Verständnis von Emanzipation, fernab von Rollenbildern und Erwartungszwängen. Deshalb seien Quoten und andere gleichstellungspolitische Instrumente überflüssig, orientieren sie sich doch an Gender-Merkmalen, die man in der Piratenpartei überwunden zu haben glaubt.
Es stimmt: im Post-Gender Zeitalter brauchen wir keine Quoten. Ist das also der Grund, warum diese (außerhalb der Parteiorganisation etablierter Parteien) momentan nicht gerade attraktiv zu sein scheinen? Sind Quoten schlicht von der Post-Gender-Wirklichkeit eingeholt worden? weiter…
Heute beginnt das neue Semester für die Uni-Studis. Viele neue, manche bekannten Gesichter. Vorlesungen und gib ihm. Mittagessen in der Mensa. Abendessen in der Mensa. Ausfallende Vorlesungen? Volle Vorlesungen! Neue Bücher, neue Beamer, neue DozentInnen. So oder so, die Uni startet mit einem guten Gefühl. Denn jetzt ist es offiziell, lange gekämpft und nun gewonnen: Keine Studiengebühren mehr! Und alle so Yeah! Was ne starke Sache.
Wie wichtige und beschwerlich dieser Kampf war, dass dürfen wir nicht vergessen. Und wir müssen weiter wachsam sein, denn die Gebührenfreiheit ist nie für die Ewigkeit. Aber ein wenig stolz sein dürfen wir schon. Und gefeiert haben wir es bereits.
Doch getreu dem Lied von Blumentopf
“Ich glaub, da geht noch mehr.
Ich weiss, da geht noch mehr.”
müssen wir dran bleiben. weiter…


Fr, 21.10.2011
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