Archiv für Dezember, 2011
Am 21.12 wurde im Landtag die schrittweise Einführung eines muslimischen Religionsunterrichts in NRW beschlossen. Ein Argument war der große Anteil an muslimischen SchülerInnen in NRW, die momentan in Förderkursen unterrichtet werden, während die anderen am christlichen Religionsunterricht teilnehmen. Doch wie ist diese Einführung zu bewerten?
Es ist wichtig, dass die muslimischen MitschülerInnen und auch alle anderen „Nicht-Christen“ eine Möglichkeit bekommen im Rahmen von Schule über ihre Religion zu diskutieren. Eine weitere Differenzierung des konfessionsgebundenen Religionsunterrichts ist aber der komplizierter Weg und nicht die einzige Möglichkeit dieses Problem zu lösen. weiter…
Ohne Frage: Eine progressive Flüchtlingspolitik muss Abschiebungen insgesamt in Frage stellen, nach dem Motto “Kein Mensch ist illegal” und das ist auch die Position der Jusos, die wir regelmäßig untermauern. Dennoch stellt sich die Frage, ob man dieses große Ziel vor Augen dennoch auch eine Politik der kleinen Schritte zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingen verfolgt. weiter…
Während immer mehr Details über die NSU und ihren rechtsextremistischen Terror an die Öffentlichkeit kommen, wird das Bild das sich dort abzeichnet immer erbärmlicher und abstruser. Da kann eine kleine Gruppe von Leuten über 10 Jahre durch Deutschland reisen und dabei Bankraube, Bomben- und Brandanschläge und eine grässliche Serie von Morden verüben,
werden innerhalb der Szene anscheinend sogar in Liedern dafür gefeiert und die Polizei kommt ihnen erst auf die Spur, als sie sie nach einem erneuten Bankraub verfolgen, in die Ecke treiben und sich die wahrscheinlichen Haupttäter durch Selbstmord selbst aus der Verantwortung ziehen.
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Friedliche Wahlen, Proteste am Tahrir und Straßenschlachten – die Bilder aus Ägypten sind in diesen Tagen vielfältig und widersprüchlich, so wie die Realität.
Was sind das für Proteste am Tahrir?
Die Proteste sind ähnlich denen im Januar letzten Jahres. Alle gesellschaftlichen Gruppen und Klassen, alle ideologischen Gruppen demonstrieren. Man findet auf dem Tahrir Liberale, Islamisten, Salafisten, Sozialisten, Jugendgruppen, viele Frauen, viele junge Leute,… Ägypter erzählten mir, dass im Vergleich zu Januar mehr Arme, besonders junge, arme Menschen demonstrieren. Auf dem Tahrir selbst sind die Proteste friedlich, es ist mehr ein dauerhaftes Besetzen mit Zelten mit lauten und bunten Demonstrationen zwischendurch. Die Infrastruktur der Revolution ist besonders beeindruckend: eine Zeltstadt zum Schlafen hat sich gebildet, ein Krankenhaus ist entstanden, viele Stände bieten Essen und Trinken an, überall entstehen kleine Diskussionsgruppen.


Fr, 23.12.2011
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